32. Kunstausstellung im Amtsgericht Lampertheim

Die Ausstellung ist bis zum 12. September 2014 zu sehen.
Öffnungszeiten: Mo - Do 8 -16 Uhr, Fr 8 - 14 Uhr
Eindrücke von der Eröffnung am 20. Mai 2014.
Silke Lindemann "Rost 4"
 

Silke Lindemann, wohnhaft in Nordheim, ist als Malerin eine lupenreine Autodidaktin. Obwohl sie sich schon in ihrer Kindheit gerne mit Buntstift und Zeichenpapier beschäftigte, kam die richtige Leidenschaft für die Malerei doch erst später auf. Während ihrer beruflichen Tätigkeit fand sie nicht die richtige Ruhe zur kreativen Arbeit. Erst nach ihrer Heirat und der Geburt des gemeinsamen Sohnes, als die Wohnung renoviert und umgestaltet werden sollte, entwickelte sich wieder das Interesse. Aus den übrig gebliebenen Dingen der Renovierung, wie Farbreste, Holzreste, Papierreste, Dichte und Spachtelmasse oder Stoffreste entstanden so die ersten abstrakten Bilder. Die Künstlerin informiert sich über die verwendeten Materialien bei entsprechenden Betrieben, um so zu beurteilen, ob sich die Stoffe als Basis für die Herstellung von Strukturen eignen. Der kreative Prozess mit den Materialien gelingt beinahe von allein. Alles entsteht intuitiv, aus dem Gefühl heraus - und so vielseitig die Gefühle sind, so vielseitig sind auch ihre Arbeiten. Die Farben, die Silke Lindemann verwendet sind Öl, Acryl, Gouache, Tusche, Pigmente und Kreide. Sie experimentiert aber auch mit Dingen wie Rost in sich seiner ändernden Form, selbst erzeugter Rost durch Eisen- Kupfer und Goldfarbe mit Oxidationsmitteln.

Silke Lindemann "Kraft der Farben 1"
Silke Lindemann "Grün 3"
 
Birgit Metzler "Gelber KonfettERLiNG
 

Birgit Metzler, in Darmstadt geboren, wurde bereits von Kindesbeinen an von ihrem Vater, dem über Grenzen des Odenwaldes hinaus bekannten Landschaftsmaler Hans Metzler entdeckt und gefördert. Sie durfte schon ganz früh mit Dingen wie Farben, Pinsel, Leinwand und Spachtel spielen und experimentieren, lernte aber zusätzlich von ihrem Vater das richtige Sehen, den Blick für Perspektive, für Licht und Schatten, für die Einteilung der Bildfläche, für Vordergrund und Hintergrund, für Nähe und Ferne und für den Goldenen Schnitt. Birgit Metzler machte eine Ausbildung zur Schaufenstergestalterin und hat später in Darmstadt ein Studium Grafik und Design erfolgreich abgeschlossen. Frau Metzler malt fotorealistisch - die feine akkurate Strichführung harmoniert ideal mit den Motiven ihres kreativen Schaffens. Ihr Lehrmeister ist die Natur. Das stilistische Charakteristikum ist zwar eine fotorealistische Präzision, jedoch eine, in der die detailliert ausgearbeiteten Einzelteile aus der Wirklichkeit herausgeschnitten werden, ein Eigenleben entwickeln und in ihrer  Autonomie eine frappierende Wirkung entfalten. (Surrealer Fotorealismus). Birgit Metzler malt Pastell, Aquarell, Acryl, aber am liebsten in Öl.

Birgit Metzler "Entstehung"
Birgit Metzler
 
Karin Maas "Dschungel"
 

Karin Maas stammt aus dem Weserbergland, genau aus Rinteln a. d. Weser. Schon als Kind malte sie gerne. Die Eltern erkannten das künstlerische Talent  ihrer Tochter, das jedoch erst später entfaltet wurde. Zunächst war Karin Maas in einem mittelständigen Betrieb des Maschinenbaus tätig, heiratete dann. Es blieb schließlich keine Zeit für die Kunst bei den Aufgaben, die sie in ihrer Familie, insbesondere den Kindern zu erfüllen hatte. Erst als die Kinder ihren eigenen Weg gingen, bot sich eine Veränderung. Über verschiedene Stationen wurde sie schließlich in Bürstadt-Bobstadt sesshaft. Nun konnte sich Karin Maas ihrer Liebe zur Malerei widmen. Zunächst wurden als Motive Menschen, später Landschaften und Blumen in Betracht  gezogen. Sie besuchte Kurse an der Volkshochschule und nahm Unterricht bei einer benachbart, wohnenden Malerin. Im wesentlichen lernte sie aber autodidaktisch. Ihre Liebe gilt der abstrakten Malerei, wobei vorzugsweise in Acrylfarben, manchmal auch Aquarell, hin und wieder beide Techniken Anwendung finden. Künstlerische Vorbilder sind für sie Wassily Kandinsky und Joan Miro. Bei ihren Bildern kombiniert die Künstlerin gerne leuchtende, kräftige, ansprechende  Farben mit überwiegend weichen Formen. Die Flächen werden manchmal begrenzt durch Grenzlinien, manche Effekte entstehen durch Kratzen. Wenn die Malerin arbeitet, muss es um sie herum ruhig sein, denn so bleibt Zeit zum Überlegen, der Auswahl der Farben und die Entwicklung der Formen.


Karin Maas "Aus dem Versteck"
Karin Maas "Traumlabyrinth"
 
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