19. Kunstausstellung im Amtsgericht Lampertheim

Die Ausstellung ist vom 27. November 2007 bis zum 29. Februar 2008 zu sehen.
Öffnungszeiten: Mo - Do 8 -16 Uhr, Fr 8 - 14 Uhr
Eindrücke von der Eröffnung am 27. November 2007.
 
Ekaterina Federova und Tochter
 

Ekaterina Fedorova lebt und arbeitet in St. Petersburg. Sie studierte dort bis 1999 an der Akademie Kunst und Design. Nach dem Abschluß nahm sie ihre Tätigkeit als freischaffende Bildhauerin auf. Neben dieser Tätigkeit lehrt die Künstlerin an der St. Petersburger Akademie für Design und Technologie und legte in diesem Jahr ihr Zweites Diplom ab. Die Bildhauerin hatte seit 1997 zahlreiche Ausstellungen in Russland und Deutschland. Sie bearbeitet bevorzugt Metalle wie Eisen, Stahl, Kupfer und Bronze im Wachsausschmelzverfahren, einem Formverfahren für den Metallguss, das seit Jahrtausenden bekannt ist. Daneben finden aber auch die Materialien Keramik, Terra Cotta, Speckstein, Marmor oder Granit für die Gestaltung ihrer Objekte Verwendung.

Die Künstlerin schafft Skulpturen als Einzelportraits und als Gruppendarstellungen, die nicht als Abbild, aber doch als reale Darstellung des Menschen zu sehen sind. Die Abstraktionen von Frau Fedorova werden immer offener, der Gegenstand der künstlerischen Darstellung, nämlich der Mensch verbleibt jedoch weiterhin im Zentrum ihres künstlerischen Schaffens. Die Künstlerin will mit der Ausgewogenheit der Stilmittel und der ihr eigenen einzigartigen Gestaltungsweise der Körper den Betrachter zu einer geradezu meditativen Auseinandersetzung mit der Plastik reizen. Die Skulpturen und Plastiken sind die Interpretation des Ausspruchs: "Die wahre Kunst liegt in der Begrenzung!".

 

Ingrid Merz ist gebürtige Lampertheimerin, lebt und arbeitet in Grünstadt. Sie erhielt ihre künstlerische Ausbildung an der "Europäischen Akademie für bildende Kunst" in Trier und besuchte diverse Kurse u.a. bei Paul Klemens, Prof. Robert Stähle, Diane Römer und der Zeichnerin Hetty Krist. Seit 1989 hatte Frau Merz etliche Einzel- und Gruppenausstellungen überwiegend in der Pfalz und Baden-Württemberg. Seit 2006 ist sie Dozentin für Acryl-Workshops. Frau Merz erlernte und erprobte im Laufe der Jahrzehnte viele Techniken und Materialien, verwarf sie, kombinierte sie in unterschiedlichster Weise und experimentierte immer wieder aufs Neue. Bei der Acrylmischtechnik setzt die Künstlerin verschiedene Materialien ein, z.B. Sand, Marmormehl, Champagnerkreide, Weinstein und Pigmente. In den letzten beiden Jahren wurde auch der Werkstoff Glas (auch einfaches Gebrachsglas wie z.B. zerschlagene Getränkeflaschen) in ihre Acrylbilder einbezogen.

Aus einer anfänglich rein gegenständlichen Arbeitsweise reduzierte Frau Merz immer mehr die Form bis hin zur Abstraktion. Sie arbeitet aber nicht ausschließlich abstrakt; auch Gegenständliches, Figürliches ist für sie nach wie vor von Bedeutung. Beispiele sind Tierportraits und Blumenkompositionen (siehe unten rechts) aus jüngster Zeit.
 
 

Doris von Klopotek, gebürtige Hamburgerin lebt und arbeitet in Hamburg. Sie studierte an der Hochschule der Künste in Berlin Malerei. Nach dem Studium wurde von Klopotek Meisterschülerin von Prof. Karl Oppermann und erhielt ein Jahresstipendium für das Künstlerhaus Lauenburg/ Elbe. Es folgte von 1993 bis 1996 ein Lehrauftrag an der FH für Gestaltung in Hamburg. 2006 übernahm die Künstlerin wieder einen Lehrauftrag an der ehemaligen Fachhochschule, heute Hochschule für angewandte Wissenschaften. Sie hat seit 1992 zahlreiche Einzel-/ und Gruppenausstellungen in der ganzen Welt und ihre Werke befinden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen.

Die Bilder der Künstlerin sind figurativ und energiegeladen. Die Motive sind Alltagsszenen ohne tiefe Symbolik: Menschen, Stadtansichten, Industrieanlagen, Hafenszenerien, Landschaften. Bei den Bildern geht es nicht um die objektiv-sachliche Wiedergabe eines Ausschnitts der Wirklichkeit, sondern um die Wiedergabe der subjektiven Stimmungen, die die Künstlerin mit dem jeweiligen Motiv oder der dargestellten Situation verknüpft. Die verwendeten Farben sind kräftig und leuchtend, kontrastreich. Die Farbe schwarz wird fast nie verwendet, sondern für dunkle Partien eher ein leuchtendes preußisch blau. Rohre, Kessel, Container und Kräne werden dicht auf- und übereinander geschoben, Perspektiven werden verzerrt.

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