18. Kunstausstellung im Amtsgericht Lampertheim

Die Ausstellung ist vom 8. Mai 2007 bis zum 17. August 2007 zu sehen.
Öffnungszeiten: Mo - Do 8 -16 Uhr, Fr 8 - 14 Uhr
Eindrücke von der Eröffnung am 5. Mai 2007.
 
 

Giovanni Battista Mannai wurde auf Sardinien geboren, lebt und arbeitet in Mannheim. Mannai fühlte sich schon seit seiner frühen Kindheit zur Malerei hingezogen und wurde von seinen Lehrern in der Schule wegen seiner Begabung gefördert. Der Künstler begann mit dem Zeichnen, erlernte dann mit zehn Jahren die Aquarellmalerei, wechselte dann zur Ölmalerei. In seiner Jugend studierte er alte Bücher, um sich über die klassische Malerei zu informieren und inspirieren zu lassen. Über einen Zeitraum von zehn Jahren vollzog sich in ihm ein Wandel vom Klassizismus über Naturalismus zum Surrealismus. Seit 1981 hatte Mannai zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen.

In seinen Werken stellt der Künstler den Menschen in den Mittelpunkt. Vergangene Hochkulturen werden mit unserem modernen Zeitalter konfrontiert. Für Mannai reflektieren seine Werke die heutige Gesellschaft und das Leben in Konfrontation mit der Natur, dem Universum und alter Kulturen. Der Künstler will in seiner Sprache, dem Surrealismus, mit dem Betrachter in einen Dialog treten. Traum und Wirklichkeit, Vision und Alptraum, Unbewusstes und Reales fügt er zu neuem zusammen, dabei können die Zugangswege zu diesem Dialog ganz verschieden sein.

 

Jeannette Müller ist in Frankfurt geboren. Sie lebt und arbeitet in Riedstadt und begann ihre künstlerische Ausbildung 1981 mit Aufbau- und Drehkursen in verschiedenen Keramikwerkstätten. Ab 1993 fertigte sie Skulpturen in Sandstein. 1995 gründete sie ihr Atelier. In den foldenden Jahren ließ sich Frau Müller an verschiedenen Akademien, u.a. der Europäischen Kunstakademie Trier und Akademie für Bildende Kunst Vulkaneifel in den verschiedensten bildhauerischen und Maltechniken ausbilden. Seit 2001 hatte die Künstlerin zahlreiche Ausstellungen. Frau Müller vereint das Wissen um die handwerklichen Techniken mit dem handwerklichen Können und vor allem mit der Leidenschaft für die Materialien und für das Modellieren. Der Schwerpunkt in der figurativen Darstellung sind weibliche Formen, die selbstbewusst aber doch sensibel ihre Weiblichkeit preisgeben.

Frau Müller zeigt in dieser Ausstellung Porzellanbilder, farbige Holzschnitte und Skulpturen. Neben Ton-Skulpturen unterschiedlichster Formen präsentiert die Künstlerin auch das Arbeitsbuch " Plastik und Skulptur" mit einigen extra hierfür gearbeiteten Figuren. Jeannette Müller sucht immer neue Wege, um Formen und Oberflächen zu kreieren, dabei kombiniert sie Materialien wie Porzellan und Draht oder entwickelt Porzellan als Bildträger zu.
 
 

Willi Ueberle ist gebürtiger Mannheimer, lebt aber seit 1973 in Lampertheim. Er erlernte einen handwerklichen Beruf und hatte bis zu dem Besuch einer Ausstellung in Lampertheim 1989 keinen rechten Bezug zur bildenden Kunst. Durch den Besuch weiterer Ausstellungen entdeckte er seine Liebe zur Kunst und begann 1997 selbst zu malen. Ueberle stellte schnell fest, dass ihn die bloße Wiedergabe der Realität nicht befriedigte und er glitt mehr und mehr in die Abstraktion, ohne aber die Gegenständlichkeit völlig zu verlassen. Im November 2003 hatte Willi Ueberle seine erste Einzelausstellung in Lampertheim.

Seine Aquarelle sind lebhaft und farbintensiv. Sie drücken seine Gefühle, seine Stimmungen, seine Befindlichkeiten aus. Einige seiner Aquarelle, die Willi Ueberle als "Neue Welten" bezeichnet, sind in länglichem, schmalen Format gehalten, unterbrochen durch drei- oder vierteilige Passepartouts. So gewinnt der Betrachter Einblicke in Sequenzen, die hervorgehoben werden. Mit seinen neuesten Arbeiten, Bilder in Acryl auf Leinwand, versucht Willi Ueberle dem Betrachter nochmals seinen Faible für das Ferne, Unerreichbare, Verträumte, Abstrakte näher zu bringen. Seine Darstellungen sind geprägt durch Motive fern jeglicher Wirklichkeit und lassen den Betrachter hinter das offensichtlich Sichtbare blicken.

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